Wie eine Schlange laufen lernt!

 

In die Weite zu schauen, über den See, vor den Bergen zu stehen vor einer Mauer. Zu riechen, zu fühlen, was es heißt zu spüren, sich selbst, den Lärm, dass durcheinander einer Stadt, irritiert zu sein. Mein Tun, nicht aufrichtig, warum. Wie schlachte ich meinen Vater, wo weide ich ihn aus? Endlich, geschafft, jetzt kann ich stehen, aufrecht gehen und der Welt entgegen schreien, welch GaGa, welch Verbrechen. Plakate wehen, Wasserwerfer, Folter, weiß unschuldig und so brutal die Leinwand. Wilde Konturen, weich, tief schwarz, plötzlich eine Form und doch nicht, große Gesten, großes agieren und dann, alles vorbei. Ein Weib, ein Wein und mein Dasein erfüllt mit neuem Glanz. Ein Ruck, Stifte fliegen über Leinwände, meine Hände  wischen, schmieren, ziehen, schlagen. Zufriedenheit, nur ein Moment. Kinder, plötzliche sind sie da, ein Brot. Vielleicht zu recht. Wie Schläge prallen sie auf meinen Kopf. Mein Schreien wird gehört, Oh Gott! Was habe ich getan! Erinnerung an was? Die eigene Fehlbarkeit, daß Unvermögen und dennoch wieder Striche schließen eine zarte Form, plötzlich unvermittelt, wie ein Geschwür, NICHTS! In ein Nichts schreite ich hinab, was bleibt, was kommt, eine neue Wut gezogen von Geisterhand, Krallen schlagen in mein Herz. Hinaus, nur Hinaus, wohin? Zu meiner Rettung? Getrieben, wie Wölfe die Lämmer schlagen, daß Blut in Strömen fließt. Meine Entzücken ist nicht zu unterdrücken. Die Linien fliegen, Formen winden sich, verschlingen mich. Kein Zweifeln mehr, nur noch Tun. Kein Unterschied zu mir, zur Form, zur Linie, und was auch immer. Kein Halten mehr, kein Sinnen nur noch agieren in Zeit und Raum. Dann ist es da, und ich vermag nicht zu behaupten, wie es geschah. Mein Werk voll Erhabenheit, es ist vollbracht.

 

 

 

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© PEDRO KRISKO